Identität

Juli 4th, 2008 by tobias

Irgendwie kann ich mit vielen Diskussionen nicht mehr viel anfangen, und habe diesbezüglich auch mal John geschrieben. Dieses ständige “mich gibt es nicht”, in der einen oder anderen Variante. Ja, es gibt mich nicht fest, als Gestalt. Aber es gibt mich eben, als “ewig es”. Ich werde hier einfach einmal meinen heutigen Dialog mit John reinsetzen, denn er hat geantwortet, und das freut mich immer sehr:

Dear John,

if you have a minute, I would like to read your impression. I  just have a discussion with someone, who says “I only exist, if I identify myself with something”. But this is somehow not true.

Yesterday I did go for a little sleep, but couldn’t sleep, even I started to dream. Then I got up again, and realized, this some minutes have been two hours.

But I knew, I didn’t go to sleep. Just this “form” goes to sleep, and wakes up again. And due to the fact, there “happened nothing” the impression arised, I did sleep, because “there is nothing (content) to remember”. It is an impression in the memory of the body (life), that arises “waking up”.

Now this is quite difficult to speak about, that the identity stays aware, but also “without identification”, say content. And this empty awareness is, what can identify with something. It is me. I do not exist, because there is identification. I exist independent of any identification, and this is the cause, I can identify. Without of this “identless myself” there would no identification be possible.

Love tobias

Dear Tobias,

Yes, it’s absurd to say “I don’t exist” no matter what follows that statement.

Identity IS you, and identification is something you do from time to time.

It’s good to hear from you Tobias, I read everything you send me with delight.

in love,
John

Filme

Juli 3rd, 2008 by tobias

Ich baue etwas aus. Filmbeiträge zukünftig unter:

http://www.youtube.com/user/shritobi

In eigener Sache

Juni 29th, 2008 by tobias

Inzwischen bin ich recht gut erwacht, und alles was Ramana dazu sagt, bestätigt sich eigentlich. Es gibt nichts “normaleres” als “erwacht” zu sein. Nun sehe ich aber auch immer mehr, dass ich nur noch in einem engeren Rahmen zu “Erwachen” selbst etwas sagen will, sprich, will es jemand hören.

Daher habe ich mich entschlossen, mich mit dem Thema aus den Diskussions-Foren, in denen ich aktiv war, nach  insgesamt weit über 5.000 Beiträgen (zählt man mal alles zusammen) zu verabschieden. Zu viel “Kumpel” hilft da auch nicht unbedingt weiter, ist mein Eindruck, auch wenn das die Realität ist (nichts besonderes im Grunde).

Allerdings blieb mir das Mitteilungsbedürfnis erhalten, das sich irgendwann wohl in einer neuen Form zeigen wird, welcher auch immer. Vorerst kann man mich zum Thema, hat man eine spezielle persönliche Frage diesbezüglich, in meinem Forum (Link ist auf www.ewig.es) erreichen. Ob ich dann dabei wirklich helfen kann, sehe ich auch immer mehr, kann ich nicht voraussagen. So offensichtlich diese Wirklichkeit ist, über die “Erwachen” handelt, so gut scheint sie durch ihre Offensichtlichkeit auch wieder verborgen. Ein seltsames Rätsel.

tobias

Kathum (Teil2)

Juni 26th, 2008 by tobias

Netu ging in die Küche der kleinen Felsenfestung, in der die Krieger lebten. Es verspürte Hunger. Aber diese Idee, sie ließ ihn nicht los. Und wie er durch den Flur schritt, spürte er die unbeschwerte Leichte dieser Idee; ein Hauch von Weite, wie ein kühler Wind aus einer sprudelnden Quelle, so leicht, so unbeschwert … kindlich, spielerisch, jede scheinbare Regel missachtend.

Da saß er nun, in der Küche, stocherte im Essen. “Kathum” in ihrer Sprache das Wort für den “Mahlstrom des Selbst”. Der Mahlstrom des Selbst, eine alte Legende, und er verlor sich in ihr, hörte das “Ummmm”, wie ein unhörbarer Donner, ergoss sich alles in das Zentrum des Mahlstroms, versank, gefressen, vertilgt, vergangen. Wie eine Tektur, ein Bruch in der Zeit. Und er trieb in diesem Mahlstrom, undurchschaubar groß, weit, trieb mit allem dahin, und im Zentrum ein Schwarzes Loch, das Gravitationszentrum, alles vertilgend, selbst die Zeit.

Niemand will leiden, durchschoss es ihn. Aber niemand ist frei, glaubt ein Wesen unfrei zu sein. Kein Gedanke ist mein, und doch, verbinde ich mich mit ihm, werde ich zu ihm, und er wird mein Herrscher. Kann der Mensch ein denkendes Wesen sein, und frei? Warum nicht. Er spürt es ja, erfährt es ja. Es ist möglich, etwas zu sein, und trotzdem das eigen Licht zu sehen.

Kathum wollte die Revolution. Er sah keine Möglichkeit mehr, für sie, die Menschen von Kümily, als den Feind, der sie knechten wollte, seiner scheinbaren Gestalt zu berauben, die ihn zum Knechter machte, ja, den Feind selbst dieser Knechtschaft zu entreißen. Und das, ohne ihn zu fragen, ohne ihn nach “seinem Willen” zu fragen.

Kathum (Teil1)

Juni 23rd, 2008 by tobias

Netu war nach Kümily zurückgekehrt. Da saß er, im Zimmer von Kathum, und berichtete, fröhlich, was er erlebt hatte.

Die Lage für Kümily schien zwar aussichtslos, und er fragte sich, betrachtete er Kathum, was die Krieger machen könnten, um gegen diese Übermacht zu bestehen. Er selbst fühlte sich aber seltsam heiter.

Kathum schien ihm zuzuhören, aber nicht ganz, und Netu stockte, versuchte in seinem Gesicht zu lesen. “Was machen wir nun?” fragte er. Kathum versank in sich, als würde er tief nachdenken. Dann schaute er ihn still an, ernst, aber mit einem heiteren Unterton. Und wie er ihn anschaute, sah er, was Kathum vorhatte.

Es überkam Netu eine Gänsehaut. “Du willst sie alle erwachen lassen?” entfuhr es Netu. “Alle” antwortet Kathum nur kurz, versank dann wieder in sich, als würde er ihn nicht wahrnehmen.

Wie will er das machen, überlegte sich Netu. Aber der Gedanke erheiterte ihn nun. Eine neue Form des Krieges. Er wollte sie alle erwachen lassen, alle. Fasziniert blieb er nun einfach sitzen. Was für ein Gedanke. Sie einfach erwachen zu lassen. Aber wie will das Kathum machen? Er wusste ja selbst, dass es nicht einfach war. Was brütet Kathum da aus?

Kathum schien seinen Gedanken zu erraten, und schob ihm eine Zeitschrift zu. Netu konnte ja inzwischen etwas lesen. Es ging um Computer, wovon er nichts verstand, und der Artikel handelte um Krankheiten, die ein Computer haben kann, “Viren”. Wie er Netu etwas hilflos in diesem Artikel stochern sah, erklärte er: “Glauben wird mit der Sprache vermittelt, als Botschaft an dich. Und Glauben kann mit der Sprache zerstört werden, als Botschaft an dich.”

Tatsächlich

Juni 22nd, 2008 by tobias

ist es eher ein Kommunikationsproblem, das “Erwachen” historisch auf wenige Menschen beschränkte. Ich kann mich da täuschen, aber es erscheint mir so. Als reines Kommunikationsproblem. Ich kann nur über Gefühle oder Vorstellungen, etc. eine Gestalt sein, in der Identität. Und die menschlichen Vorstellungen vermitteln auch die Vorstellungen über Identität. Mit den Vorstellungen, den sozialen, über Identität, erlerne ich quasi “was ich bin”.  Und dann glaube ich daran. Das ist eher eine unbewusste Geschichte. Es ist eine emotionale Verbindung der Identität mit Vorstellungen. Ich nehme Gestalt an. Nun kann man aber Gestalt sein, ohne sich auf die Form zu begrenzen, also im Bewusstsein “ich bin diese Gestalt meinem eigentlichen Wesen nach nicht”. Man kann etwas sein, ohne es dem Wesen nach beschränkend sein zu müssen.

Durch Erwachen ist man nicht weniger ein Mensch, als vorher. Man ist ihn einfach nicht der wirklichen Identität nach. Es ist eher eine “weiche Verbindung”, keine Existenzielle. Ich kann ein Mensch sein, ohne ihn in dieser existenziellen Härte sein zu müssen.

Ach, ich weiß auch nicht, wie man darüber sprechen kann, denn in der Vielfalt ist man nur dieser Mensch, und diese Perspektive durch diesen Körper, aber der eigentlichen Identität nach ist man ihn gar nicht.

Klingt alles irgendwie Scheiße. Vielleicht fällt mir mal was besseres ein ;-)

tobias

Persönliche Gefühle

Juni 22nd, 2008 by tobias

Ich finde es immer bewundernswert, wie andere über persönliche Gefühle berichten können. Ich kann das nicht. Daher klingt vielleicht auch mein Blog manchmal etwas trocken.

Es liegt auch vielleicht daran, dass ich ein Lösung suche, die nicht nur “individuell” ist, unabhängig davon, ob das möglich ist, oder nicht.

Seltsam fühlt sich die Klarheit an, mit der ich sehe, dass es, in Hinsicht auf die Identität, keinen Verstand gibt. Und schwups, es gibt nur ein menschliches Bewusstsein. Nun ist es schwer, darüber zu sprechen, da es physiologisch einen Verstand gibt, nämlich das Gehirn. Aber es verarbeitet nur die Informationen, die aus diesem “menschlichen Bewusstsein” einfließen, vergleichbar mit einem Rechner am Internet. Das Internet selbst ist leer. Aber es besteht in seinem Wesen aus diesen ganzen einzelnen Rechnern.

Nur hat das Gehirn dem Wesen nach nichts damit zu tun, was ich der Essenz nach bin, Sein. Aber man ist es auch, das Gehirn, der Körper, nur nicht existenziell, der eigentlichen Identität nach.

Das klingt immer alles trocken. andere sprechen von Liebe, pi pa po. Ich sehe, persönlich, eher eine Chance darin, oder auch eine Notwendigkeit, persönlich, Worte zu finden, die anderen ermöglichen, das zu erkennen. Zu erkennen, was sie dem Wesen nach sind. Denn das würde die Welt auf den Kopf stellen. Kein Krieg mehr, kein Konsumterror mehr, keine wirklichen Machstrukturen mehr. Etwas wie eine “anarchische Gesellschaft”, in der kein Machthungriger mehr Fuß fassen kann.

Es wäre tatsächlich die Befreiung des “menschlichen Bewusstseins” aus einer Illusion, der Illusion, der Identität nach viele zu sein. Nicht der Gestalt nach. Da gibt es viele Menschen. Der Identität nach. Ein Bewusstsein.  Es umfasst nicht nur die Menschen, sondern alles was ist. Tiere, alles. Nur, gilt es erst den Menschen zu befreien. Davon profitieren dann dieTiere auch. Man muss dort ansetzen, wo man am ehesten einen Hebel findet. Und das ist der Mensch, durch seine kulturelle Errungenschaft der Sprache.

Dieses Instrument zu nutzen, um diese bewusste Erkenntnis zu ermöglichen, wäre, für die Menschheit, wie das Internet, im Vergleich zu “stand alone Rechnern”.

Das kann man sich gar nicht ausmalen, was das bedeuten würde. Das wäre eben REVOLUTION. Nicht so ein Rumgebastel, wie die bisherigen, eben echte Revolution. Und irgendwie lebe ich halt für die Revolution.

tobias

Atma Vichara

Juni 22nd, 2008 by tobias

Ich stellte gestern John eine Frage. Die erste email, die er beantwortete, und eigentlich war seine Antwort, ich habe sie mir gerade noch mehrmals angehört, wunderbar.

http://www.riverganga.org/john/Podcasting/index.shtml

John ist ein guter Lehrer. Eigentlich beinhaltet die Antwort Johns auch alles, was man zu “Atma Vichara” wissen kann. Aber wie schon Ramana sagte,  sie geht eben über den Verstand hinaus, zu einem selbst, ist etwas, was nicht Teil des Denkens ist, so viel man darüber auch sagt.

Diese Schau auf sich selbst, die Ramana lehrte, Nisaradatta, und John Sherman … ist der Weg zurück zu sich selbst.

Ich habe jetzt so viel darüber geschrieben, und bin schreibmüde geworden. Ich versuchte zu überzeugen, mit Händen und Füßen, und auf Atma Vichara hinzuweisen, ja, so gut ich es konnte. und ich bin da auch nicht so gut darin.

Man kann tatsächlich “erwachen”, nicht aus Zufall, oder weil man die richtige Karte gezogen hat. Einfach, weil man sich sich selbst zuwendet.

Es gibt halt eine Tradition der schlagartig Erwachten, und eine der langsam Erwachenden, der Menschen, die all ihren Willen und ihre Intelligenz nutzen, um “zu erwachen”, sich selbst die Gnade sind.

Das geht. Nun möchte ich mich etwas aus “Atma Vichara” zurückziehen, das Schreiben darüber. Ich hatte so viel geschrieben. So viel, dass ich einigen schon sehr aufdringlich erschien, ja “versessen” (wenn nicht bescheuert), in meinem bescheidenen Versuch, diesen Schatz, den “Atma Vichara” als “Tradition des Erwachen”, als “Lehre des Erwachen”
darstellt, zu teilen.

Nun bin ich erst einmal müde. Kein Denken hilft, nur die Schau. Das ist alles, was man eigentlich sagen kann. Ich mache hier mal eine Pause, mit meinem Schreiben über “Atma Vichara”, und dem Diskutieren darüber.

Du kannst dir selbst die Gnade sein, jenseits eines “es geschieht oder auch nicht”. Und diese Gnade ist “Atma Vichara”. Und mehr gibt es dazu nicht zu sagen, mehr, für mich, im Augenblick.

Jeder kann erwachen … suchst du dich, suchst du NUR dich.

tobias

Gäule der Knechtschaft (1)

Juni 20th, 2008 by tobias

Die Schuld

 

Vor ein paar Monaten fragte mich meine Mutter, ob mein “Meister” Karma abnehmen könnte. “Nein”, mein Meister kann nicht nehmen noch geben. Denn er ist ein Mensch. Damit dir etwas genommen werden kann, muss man es dir erst geben. So gibt dir Herrschaft etwas, von dem du dich wieder befreien musst. Ein Lehrer, der dir Karma gibt, um es dir dann zu nehmen, ist ein Betrüger. Er gibt dir erst etwas, als Idee, und verspricht dir dann, dich davon zu befreien. “Karma” ist nur eine Idee. So funktioniert Knechtschaft.

 

Aber da du schon dem System der Knechtschaft anheim gefallen bist, ist es einfach, dieses emotionale System zu nutzen, um weiter darauf aufzubauen, es fortzusetzen.

 

Herrschaft kann nur funktionieren, gibt sie dir etwas. Und dazu eignet sich hervorragend ein Mangel. Ein guter Mangel, um Herrschaft zu erlangen, ist die Schuld. Und nimmst du sie an, verspricht sie dir die Befreiung von der Schuld, handelst du in ihrem Sinne, handelst “gut”, in ihrem Sinne, und kaufst dir dadurch die Unschuld zurück. Ablass durch “richtiges” Handeln.

 

Hat das einmal funktioniert, bist du konditioniert, für dieses System des Ablasshandels. Denn, hast du dir die Unschuld wieder erworben, bist du zu jemandem geworden, der “schuldig” und “unschuldig” sein kann. Jemand, eine Idee von “jemanden”, der unter Anleitung von Herrschaft zu Unschuld kommen kann.

 

Da es nicht genug Bäume gibt, um Herrschaft aufzuknüpfen, bleibt dir nur dieses System zu durchschauen, zu dir zurückzukehren: “vor die Schuld”.

Erwachen und Geld

Juni 20th, 2008 by tobias

Im Moment arbeite ich etwas bei meinem Bruder in der Firma. Und das ist so in Ordnung, auch wenn ich es momentan nicht übertreiben will. Aber tatsächlich bewegt mich derzeit die Frage, wie ich zukünftig mein Geld verdienen will, also mit was.

Mich noch mehr in diese Richtung engagieren? Ich habe im Moment keine Antwort. Sehr ernüchternd sind allerdings die Reaktionen aus Deutschland, also all der Behörden, etc., die nicht das erhalten, was sie glauben, es stände ihnen zu. Erstaunlich, was die alles wegen 50 Euro betreiben, bis hin zur Kontopfändung. Wenn ich mir so zurücküberlege, auf wie viele tausende von Euro man so verzichtete, als Freiberufler, wurden sie nicht bezahlt. Und dann dieser Zwergenaufstand der Kleinbeträge. Und natürlich noch der Riesenaufstand der 7000 Euro Umsatzsteuer, die ich angeblich dem Finanzamt für letztes Jahr schulde. Gestern hatte ich mal wieder die Post so durchgelesen, und teilweise beantwortet.

Sprich, als “öffentlich-rechtliches” Wesen braucht man Geld. Und nun überlege ich mir tatsächlich, wie ich das bewerkstellige.  Soll ich etwas in Richtung “Erwachen” machen? Wenn ich mich so umschaue, ist die Antwort eher ernüchternd. Will man das “recht nahe am Kern der Sache”betreiben, ist die potentielle Interessentengruppe eher verschwindend klein. Will man das “nicht so nahe am Kern der Sache” betreiben, also dekoriert, wird man irgendwie zum Weihnachtsmann (der mit dem Bart,und dem Sack mit “Geschenken”, etc.). Der Bart ist falsch, und im Sack ist nichts drin, was der “Weihnachtsmann” an Geschenken zu verteilen hätte.

Architektur? Mein Nachbar wollte ja einen Plan für seinen Schuppen. Wenn ich daran denke, wie lange der den schon will, und mir alleine bei dem Gedanken, das CAD-Programm zu öffnen, und den Schuppen zu zeichnen, schlecht wird (und flau im Magen), eher nicht.  Wie kann man einen Beruf nur so hassen, der eigentlich gar nicht schlimm ist? Kann einen ein Beruf so richtig ankotzen? Ja, das geht ;-)

Meine landwirtschaftlichen Talente sind sehr beschränkt. Dazu braucht es keine tiefere Selbsterkenntnis. Ein Blick in den Garten genügt. Von den Ergebnissen können nicht einmal die Schnecken leben. ;-)

Nun taucht eher wieder ein älteres Thema auf, die Malerei. Tatsächlich überlege ich schon länger, wie ich das Thema “Erwachen” mit der Malerei verbinden könnte. Und je nach Zustand tendiere ich da in die eine oder andere Richtung. Es gibt da keine eigentlich “erwachte Malerei”, da ja eh nur der “erwachte Zustand” existiert. Trotzdem ist es natürlich eine interessante Frage, ob das Thema in die Malerei einfließen kann. Im Grunde floss es aber ja immer ein.

Gestern machte ich einen längeren Spaziergang, um mir dazu etwas zu überlegen. Und wie ich so lief taten mir dann die Füsse weh, da die  Schuhe, die ich trug nicht richtig passten, und dann wurde ich ständig von Pferdebremsen angefallen. Schon beim Gedanken an den Biss von Pferdebremsen bekomme ich eine Gänsehaut. Und so bissen sie, und ich lief, fuchtelte um mich. Also der Gedanke, als Wandermönch durch die Welt zu ziehen, hat auch eher etwas ernüchterndes, bei Lichte betrachtet, etwas sehr unbequemes. In der “freien Wildbahn” ist man doch einigen globalklimatischen Bedingungen ausgesetzt, die sich nicht nur auf Insekten beschränken, auch größeren, auf die ich wenig Lust verspüre. Vier Wände sind praktisch, denn ein Teil dieser Bedingungen ist “vor die Türe gesetzt”.

Kurzum, ich habe mich entschlossen, mal wieder einen Anlauf in Richtung Kunst zu nehmen, sprich Malerei.

tobias