Atma Vichara
Sonntag, August 31st, 2008
Alles, was man selbst Realität nennt, existiert nur durch das, was man Bewusstsein nennt. Das, wodurch dieses Leben an sich erst in Erscheinung trat. Und es ist einfach zu sehen, dass man als Mensch keinen wissentlichen Einfluss darauf hatte, dass dieses Leben in Erscheinung trat, und wie dieses Leben in Erscheinung trat. Und dass man selbst über das, was man Bewusstsein nennt, nichts aussagen kann. Es ist einfach ein Wort, das diese Möglichkeit des in Erscheinung treten von Leben beschreibt.
Man kann über die Ursachsen spekulieren, an irgendeine Begründung glauben, aber was man sicherer weiß, ist, dass man es nicht weiß.
Und der andere Aspekt ist, dass man alleine ist, in diesem dieses Leben bedingenden Aspekt, den man Bewusstsein nennt. Mit diesem Leben erscheint mein Körper, als eine Gestalt “ich”, und mit diesem Leben vergeht dieser Körper. Ohne dieses Körper-Ich ist auch kein anderes Körper-Ich. Sie treten als unzählige Körper mit dem eigenen Körper in Erscheinung.
Mit “in Erscheinung treten” beschränke ich mich auf die rein subjektive Perspektive. Irgendwelche Erklärungen über den so genanten “objektiv-wissenschaftlichen Aspekt” interessieren mich hierbei nicht. Einfach nur “wie es mir erscheint”. Was mir an Erklärungen erscheint ist in derselben Weise an “Bewusstsein” gebunden, an das, wodurch ich etwas als in Erscheinung tretend wahrnehmen kann. Ich fußt im diesem “Bewusstsein”. Auch ich trete durch dieses Phänomen, das man “Bewusstsein” nennt, in Erscheinung.
Betrachtet man es genauer, verfolgt diese Spur des “in Erscheinung Tretens”, erkenne ich
weiteres. Alles was ich als Ursache dazu sagen kann ist eine Interpretation. Einige sagen, es ist die Verwirklichung des “Unsagbaren”, andere sagen es ist “ein Unfall Gottes, der aufwachte, sich über sich selbst bewusst wurde”. Es sind alles Interpretationen. Noch sicherer weiß ich, dass ich es nicht weiß. Ich weiß nichts über die Ursache des eigenen “in Erscheinung Tretens”. So wie die eigene Geburt geschah, aus der eigenen Perspektive, so geschieht das “in Erscheinung Treten”, ohne erkennbare Ursache.
Betrachtet man es genauer, verfolgt die Spur zur Quelle des “in Erscheinung Tretens”, erkenne ich, dass “ich” und “hier” und “Realität” eines sind, verschiedene Beschreibungen für “ich”. Aus sich heraus in Erscheinung tretend ist “ich”. Aus sich heraus seiend. In diesem Aspekt verschmelzen ich und du zu “es”.
Wer bin dann ich? Betrachtet man es genauer, gibt es “ich” als Gestalt nur als Gedächtnis, also der Ich-Gestalt Körper. Mich gibt es gar nicht, an der Quelle des in Erscheinung Tretens, als Gestalt, denn als “Sein ohne Gestalt”, Bewusstsein mit diesem Gefühl “ich”. Das ist erstaunlich, für mich, denn diese Empfindung “ich” hat nichts mit meiner Gestalt zu tun. Es ist die Empfindung dessen selbst, so erscheint es mir, das man Bewusstsein nennt, an der Quelle des “in Erscheinung Tretens”.
Was ist nun Bewusstsein? Ein Thema das mich seit meiner Jugend beschäftigt. Schon das Wort ist irreführend, verbindet sich doch damit auch Vorstellung. Es ist die Grundlage für das “in Erscheinung treten von mir und der Welt”. Wie ein Krater speit es diese ganze Welt aus, ich und du, alles, unbekannter Ursache. Man kann dieser Quelle sehr nahe kommen, und je näher man ihr kommt, zerfallen die Erklärungen. Ein unsagbares Rätsel. Ich weiß es nicht.
Jeder Versuch es zu erklären scheitert, so wie er doch durch es selbst möglich ist. Man kann aber dieser Quelle nahe sein, dieser eigenen Geburtsstätte. Aber alles was man sagt klingt hohl und leer. Man ergreift etwas, es zerfällt.
Aber diese Quelle ist wie ein Malstrom, ein “Schwarzes Loch”, und blickt man hinein, löst sie wie einen “magischen Sog” aus, und der Blick will nicht mehr weichen. In ihr wohnt die Sehnsucht meines Herzens. Ein Bann der Sehnsucht und Faszination.
Heiterkeit und Traurigkeit vermischen sich. Ich weiß nicht wo diese Reise hinführt, diese Reise in das Herz des Selbst, für das was “mein Leben” ist.
Ich sehe kein Ende für das was man “Erwachen” nennt. Imme mal wieder denke ich das war es dann wohl”, und es geht weiter … und man weiß nicht, wie es weitergeht, sowie man geboren wurde, in dieses Leben, das Ziel nicht kennend. In derselben Weise zieht einem dieser Blick weiter, und noch ein näher, und noch ein klarer … “Atma Vichara”.