Der Traum

Heute Nacht hatte ich einen lustigen Traum. Ich war am Meer in einem Hotel, und in einem benachbarten Zimmer wohnten John und Carla Sherman. War eine wilde Geschichte, und ich ging mit Carla irgendwo hin, verlor sie dann in einem Club aus den Augen, und konnte mich dann nicht mehr erinnern, wie sie aussah. Auch das Hotel hatte ich aus den Augen verloren, wusste nur noch, dass es am Meer ist. Und wie ich Richtung Meer ging, war dieses ganze Land eine einzige Urlaubsgegend, alles sehr eindrucksvoll gemacht. Aber ich fand das Meer nicht mehr. Sah sehr skurrile Menschen, einige mit Haaren am ganzen Körper. Jedenfalls zerbrach mir dann auch noch die Brille, und ich tappte so blind weiter. Irgendwann sah ich wieder, und da war ein See, in den Bergen. Ich fragte nach dem Meer, die Richtung, und die Leute lachten, denn dies sei eine Insel, in jeder Richtung Meer. Dann wollten sie den Namen meines Hotels wissen, aber ich hatte keine Ahnung, nicht einmal in welchem Land ich sei. Das belustigte sie.

Jedenfalls nahmen mich zwei mit in ihren Laden, und der war voll mit Büchern über Erwachen. Sie zeigten mir ein Buch, das ungefähr hieß: “Die Verpflichtung unnütz zu sein”, und ich blätterte darin, schön gemacht, der Geruch des Papiers, alle Seiten bunt bemalt, und Worte. Aber nichts ergab einen Sinn. Weiter Bücher. Dann zeigten sie mir Bilder, mit feinstem Stich auf Papier gemalt, und alle in einem Goldton hinterlegt. Wunderschön. Jedenfalls schauten sie mir zu, was lustig war, denn der eine hatte eine so lange Nasen, dass sie mich an einen Penis erinnerte. Jedenfalls beobachteten sie mich so einige Zeit, und dann baten sie mich, ihnen zu erklären wie man “erwachen” kann. Das, worüber in all ihren Büchern die Rede ist.

Ich zierte mich, und sagte ihnen, ich tue es nur, wenn sie mir versprechen auch das zu tun, was ich ihnen rate. Und sie willigten freudig ein.

Ich fing dann an zu erzählen, dass es niemanden gibt, dass hier keine Personen seien. Krieg es nicht mehr zusammen, denn es ist schwer darüber zu sprechen, dass es nur Ich (Selbst) gibt. Und ich erklärte ihnen “Atma Vichara”, verschmolz dann ganz mit dem, was man Brahman, Shiva … nennt.

Zum ersten Mal gab ich im Traum Satsang. Eine Wende, sonst habe ich ja nur im Traum Satsang erhalten, und in der Erwachensliteratur der Traumwesen spioniert

Jedenfalls musste mich diese Traumwelt ertragen, als Satsinger, der keine Ahnung hatte, wo er war, noch woher er kam …

Nun überlege ich tatsächlich  schon ein paar Tage ernsthafter, ob ich “Satsang” halten soll. Ich wollte eigentlich schon John Sherman um seine Meinung bitten, aber weiß auch, dass er niemanden irgendeine Empfehlung in dieser Richtung ausspricht. Irgendwie bin ich darin im Moment auch gespalten. Einerseits weiß ich, wie man es lehren kann, andererseits gibt es eigentlich keinen Bedarf. Das ist seltsam.

So werde ich mich wohl erst einmal darauf beschränken, in Träumen zu lehren. Ist eigentlich lustig, dass da Bedarf zu sein scheint ;-) Aber fragt mich nicht, was ich davon halten soll.

tobias

2 Responses to “Der Traum”

  1. Martina Says:

    Ja, an dem Bedarf zweifle ich auch.
    Aber klar, du kannst Satsang geben, genau wie ich, wie viele.
    Aber wer kommt denn zu dir dort in Frankreich?
    Machst du das dann französisch? Ähm, auf französich, ähm, ich meine, in französischer Sprache?
    Da ist keine Anreise “ohne” Auto möglich. Oder kommste nach Deutschland, in die Hauptstädte? Ja, dann kann das was werden, der deutsche John Sherman.

  2. tobias Says:

    Neh, ich mach gar nichts, zumindest vorerst, in der Richtung ;-)

    Lieben Gruß

    Tobias

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