Pfeifentabak
Ich bin heute unglaublich aggressiv. Ich weiß nicht warum. Ich bin so aggressiv wie nur was, und gleichzeitig so glücklich damit. Ich wartete auf die Bäckerin. Nebel und Frost, Kälte, angenehm, prickelnd, diese Berührung. Ich ging in die Scheune, sammelte den Müll ein, den die Tiere verteilt hatten, füllte die Tüten, schleppte sie die Straße vor. Diese Luft, schön. Ich lief die Straße entlang, nach Tabak lechzend, und gleichzeitig war es ein Genuss, ein eigenartig schöner Genuss, wie eine ungewöhnliche Speise. Der Himmel nebelverhangen, alles gefroren, und es war mir als könnte ich endlos laufen, es war ein Genuss. Die Kälte war ein Genuss, der Entzug war ein Genuss.
Zum Dorfeingang marschiert, und da, gerade um die Ecke, kam sie. Ich kaufte ein Brot und Streichkäse. Seit drei Tagen nichts richtiges gegessen. Es war ein Genuss, dieser billige schmierige Streichkäse, dieser zu Paste verschmolzene Käseabfall. Es war ein Genuss, mehr als jeder edle Käse. Und der Tabak. Ich wusste nicht welchen. Es war dann durch Zufall Pfeifentabak. Ein Genuss. Ich rauche ihn, während ich schreibe. Ich habe nichts mehr zu sagen. Seltsam. Und alles Sprechen ist ein Scheitern, immer wieder scheitern, scheitern, scheitern. Es ist Wut, und ein Genuss.
Kann das Leben Genuss sein? Ja, an allem, aber ich kann es nicht mitteilen. ICH kann ihn nicht teilen. Und er ist hinter der Wut, hinter dem normalen Leben, hinter dem Leben das immer so war. Ich bin ein Versager, und es schmeckt würzig und gut. Was soll ich noch sagen? Ich weiß es nicht. Ist das Advaita? Es ist mir egal.