Archive for the ‘Nicht kategorisiert’ Category

Gefühle

Sonntag, August 17th, 2008

Was mir jetzt klar geworden ist, auch betreffend meinem Beitrag “das blutende Herz”, ist, dass die Klarheit der Gefühle zugenommen hat. Irgendwie war da wie eine Erwartung, sie würden eher verblassen, aber tatsächlich leuchten sie stärker, sind intensiver, durch die Vichara. Das Erleben aller Sinneseindrücke wird intensiver, Leben wird intensiver, Kleinigkeiten werden intensiver wahrgenommen, und dadurch schwindet nach und nach dieses Bedürfnis nach ständig neuer Anregung, da selbst das stille Leben unglaublich intensiv ist an Sinneserregungen.

Gestern im Treffen mit John Sherman sah ich das plötzlich, wurde es mir klar, woher diese Intensität der Gefühle kommt. Sie stehen einfach “unverdeckt” da, und das erinnert, fällt dieses nivellierende Sausen der gedanklichen Überzeugungen mehr und mehr weg, an eine Achterbahn der energetischen Gefühlsbewegung. Man hat sich einfach bisher wie nicht mehr darauf eingelassen, da sie eher wie eine Art Bedrohung im Raume standen. Aber kostet man diese Achterbahn des physischen Fühlens, hoch und runter, dann scharf um die Kurve, liegt dahinter blanke Lebenslust. Knallbunt, bonbonfarben, Glanz des Lebens … erstaunlich.

Ja, das wozu man gemeinhin auf eine Achterbahn geht, um diesen Rausch wieder zu erleben, das bietet das Leben aus sich heraus an.  Und es erinnert mich an einen Spruch des verschollenen Amrit: “Leben ist wild … ständig ruft es, komm, komm, spiel mit mir … und weigert man sich, mit ihm zu spielen, tut es weh.”

tobias

Das blutende Herz

Donnerstag, August 14th, 2008

Ich weiß nicht, ob man das überhaupt schreiben soll, was ich jetzt zu schreiben gedenke. Ob es überhaupt sinnvoll ist. Aber im Moment erlebe ich etwas, was ich nur mit diesem alten kitschigen Bild “des blutenden Herzens Christi” vergleichen kann. Dieses Bild, auf dem er seine Brust öffnet, sein Herz zeigt, und es ist von dieser unheilbaren Wunde gezeichnet, aus der ständig das Blut fließt. Es ist wie eine Wunde, die mit dem Leben selbst entstand. Ich sehe keinen wirklichen Grund für diese tiefe Traurigkeit. Sie ist nicht einmal wirklich hart, eher heilend. Es ist als ob das Blut aus dem Leben fließt, das eigene Herzblut. Seltsam, keine Ahnung, warum das jetzt erscheint. doch auch das wäre gelogen. Nur: “Soll man darüber sprechen?”

tobias

Die Ratte

Mittwoch, August 13th, 2008

Seit ein paar Nächten war recht laut in meiner Küche. Man hörte leere Flaschen klimpern, ab und zu fielen Dinge vom Tisch. So schlich ich im Dunkeln hinunter, was nicht einfach ist, da die alte Holztreppe knarrt. Dann schnell das Licht angeschaltet, und da sah ich sie, wie sie gerade hinter der Wandverkleidung verschwand. Zu groß für eine Maus. Nun habe ich ihr seit zwei Tagen eine kleine Schale hingestellt, mit Resten. Seither ist Ruhe, und sie schläft wohl viel, frisst ab und zu.

Heute Morgen saß ich im Stuhl, und hinter dem Ofen steht ein Korb mit Walnüssen. Darin raschelte es, und ich schaute nach, aber nichts zu sehen. Ich setzte mich wieder hin, und da sah ich, wie eine Maus heraus sprang, unter das Bett rannte. Sie hatte sich unter den Nüssen versteckt. Dann kam sie wieder hervor, kletterte in den Korb und nahm etwas, lief wieder zurück unter das Bett. Ich zog die Matratze weg, fand sie aber nicht. Unter dem Bett müsste man mal aufräumen, so wie es da ausschaut.

Da es gerade heute dauerregnet

Dienstag, August 12th, 2008

hab ich mich mal durch so ein paar Satsang-Seiten gelesen.  Was mich immer wundert, dass in der Regel diese Welt als Illusion bezeichnet wird, nur weil sie sich ständig verändert. Als sei Veränderung ein Markenzeichen für Illusion. Da sie halt nicht von der Realität getrennt, ist sie halt auch Realität. Meine Wahrnehmung. Nun ja, geht mich eigentlich auch nichts an. Ich wollte ja den Mund halten … gmmmpfff

tobias

Zur Zeit

Montag, August 11th, 2008

treibt es mich, einige Bilder zu malen, wobei ich bisher eigentlich immer gegenständlich gemalt hatte, und nun die Abstraktion ein Thema ist. Ich probiere einfach ein paar Dinge aus. Seltsamerweise sah ich das nächste Bild gestern Abend im Traum, beim Einschlafen. Es umkreisen diese Bilder das Thema Schöpfung, wobei ich im Moment nichts hinein interpretieren will. Aber ich werde den Fortgang der Entwicklung in meinem Blog darstellen, als Auszüge aus den Bildern.

Mir

Sonntag, August 10th, 2008

ist, als hätte ich nun “die Sprache” wiedergefunden, aber ich möchte nicht mehr mein Augenmerk so sehr auf den permanenten Aspekt unseres Wesens richten, sondern versuchen, über diese Einheit zu sprechen, dessen, was man “Selbst” nennt, und dessen, was man “Leben” nennt. Es ist eine Einheit. Und “vergisst” man einen Teil, was eher ein “Übersehen” ist, ist man eben scheinbar nicht vollständig.

Wie das genau aussehen wird, weiß ich noch nicht. Meine Domain ist auch wieder online, doch möchte ich irgendwann mal diese auch wieder umgestalten, ganz im Sinne von Leben, das eben permanente Veränderung ist.

Der “dritte Aspekt” unseres Wesens ist das was oft “die dunkle Quelle” genannt wird. Und darauf gehe ich hier ein. Es ist nichts anderes als Vergessen. Leben erwirkt sich durch die Bewegung von Energie. Und was wir mit unserem menschlichen Gedächtnis davon erinnern können,  ist ein ungemein kleiner Ausschnitt dieses “Tanzes der Energie”.

Er ist einfach für uns als Mensch unüberschaubar, daher “dunkel”, und auch nicht wirklich befriedigend erforscht (Wissenschaft). Daher kann man sagen “dunkel”, aber selbst darin ist nichts verloren, da Energie nicht verloren geht (Energieerhaltungssatz der Physik). Ein Teil der früheren Geschichte des Lebens ist wohl auch genetisch im Körper gespeichert, zum größten Teil aber eben “dunkel”. Dieser Aspekt mag mich auch interessieren. Und so fasse ich zusammen:

Ich bin:

- ewig es (das Selbst)

- dieser Körper (dieser Mensch) … als Teil aller Lebewesen

- die Geschichte dieses Körpers und mit ihm Gestalt und Geschichte des Universums (im eigenen Vergessen, siehe “dunkle Quelle”) … als Teil allen Seins, und aller gewesenen Zustände der Energie des Seins.

Nachtrag:

Und seltsamer Weise findet sich darin auch die christliche Trinität wieder:

“ewig es” = der heilige Geist

“Körper” = der Sohn/ die Tochter

“dunkle Quelle” (Vergessen) = der Vater/ die Mutter

(ich werde auf diese Trinität des eigenen Wesens später noch ausführlicher eingehen. “Körper” und “dunkle Quelle” verbinden sich über “ewig es” zu einer Einheit).

tobias

Ich

Sonntag, August 10th, 2008

war heute auf einer Feier eingeladen, und als ich nach Hause kam, las ich seit langem mal wieder in meinem letzten verbliebenen Ramana-Buch “Sei, was du bist”. Gespräche mit Ramana Maharshi, die von David Godman herausgegeben wurden. Schön ist, wie er die Gespräche sortiert hat, so dass die Kernaussagen zum Selbst und zur Selbsterkenntnis in den ersten Kapiteln stehen, und die nebensächlichen Dinge in eigenen Kapiteln aufgeführt sind.

Die Präzession, in der Ramana über das Selbst spricht hat mich wirklich erstaunt. Hat man so lange nicht mehr Ramana gelesen, und liest ihn nun, frägt man sich, wie man das nicht sehen konnte, was er da sagt, ist es doch einfach und klar beschrieben, ja, wortwörtlich. Eigentlich unmöglich missverstanden zu werden. Seltsam, was man in Aussagen hinein interpretiert, in die es eigentlich gar nichts wirklich hinein  zu interpretieren gibt, da sie wortwörtlich das sagen, was sie meinen. Und dann wird man etwas nachdenklich, wie es einem wohl mit anderen geschriebenen Worten so ergeht. Egal wie klar der Schreiber es ausdrückt, was der Leser darin sieht, kann etwas vollkommen anderes sein. Und das ist eben eine der “Gefahren” der Sprache. Sie muss im Leser eine Resonanz erzeugen, die dem entspricht, was der Schreiber “in die Worte tat”. Und in dieser Hinsicht ist man zu einem großen Teil hilflos. Der bestgemeinte Text nutzt nichts, ist diese Resonanz nicht da, dieses Wiederfinden eigenen Erlebens in dem was der Schreiber als eigenes Erleben mitzuteilen versucht.

Und ich schreibe heute einmal einen einzigen Satz:

Was du bist, braucht nicht beschrieben zu werden, da es deine eigene, unmittelbare Erfahrung deiner Selbst ist, in diesem Augenblick, unabhängig dieser meiner Worte, und unabhängig aller anderen Inhalte.

Und achtet man selbst darauf, auf das was mit jeder Erfahrung ist, die man selbst macht, wer sollte das sein, als man selbst?

Nun sind wirklich all diese Erwartungen “wie sich das anzufühlen hat, was ist” ein großes (scheinbares) Hindernis. Man stellt Bedingungen an sich selbst, die man sich selbst nicht erfüllen kann.  Selbst jetzt falle auch ich immer mal wieder darauf herein, besonders sind starke Gefühle der Traurigkeit. Aber tatsächlich erscheinen sie, wie Worte erscheinen, Dinge erscheinen, und wieder gehen.

Nur reicht es völlig aus, sich immer wieder der eigenen Präsenz zu vergewissern, die immer ist, ist man, da man sie ja ist, um mit der Zeit für sich selbst zu erkennen, dass sie völlig unabhängig ist, von den Dingen, die da kommen und gehen, an Erlebnis des Lebens dieses Körpers. In der Vielfalt ist man wie ein sich ständig wandelndes Wesen, eine Identität ohne wirklich feste Gestalt, an der sich einiges schneller, und anderes weniger schnell verändert.

Aber sucht man die eigene Permanenz im Wandel, ist das Leid. Leid aufgrund einer Verwechslung. Man verwechselt sich selbst, in der eigenen permanenten Präsenz, mit dem sich ständig verändernden Aspekt des eigenen Wesens, der sich permanent wandelt. Und diese Verwechslung geschieht, da man sich selbst auf ihn, diesen sich wandelnden Aspekt (Leben) beschränkt hat, und  sich selbst, in der eigenen permanenten Natur übersieht. Ja, es ist nur ein “Übersehen”. Man ist sich auch dieser eigenen permanenten Natur ständig bewusst.

Und durch dieses sich Vergewissern, ich bin mit jeder Erfahrung, und unabhängig davon, wie sie aussehen mag, findet dieses “Übersehen des permanent gleichen Aspektes des eigenen Seins” mit der Zeit ein Ende.

tobias

Um

Samstag, August 9th, 2008

über etwas wie “erwacht” oder “nicht erwacht” sprechen zu können, müsste es etwas geben, was weniger erwacht oder mehr erwacht wäre. Aber ich sehe da nichts. Da ist nichts, was ich in der Hand hätte, als “weniger” oder “mehr” erwacht. Und irgendwie ist dann alles an der Sache vorbei, was ich schreiben könnte, über “erwachen”. Wenn es nie etwas gab, was mehr oder weniger erwacht ist, oder gewesen wäre, welche Kriterien gäbe es dann? Es gibt überhaupt gar kein Kriterium das auf “mehr” oder “weniger” erwacht hört. Tja, somit bin ich sprachlos, im Moment. Weiß nicht, ob sich das wieder ändert. Ich weiß nicht, wie man “erwachen” lehren könnte, ist da nichts was es mehr oder weniger ist. Ich weiß nicht, wie man über “erwachen” sprechen kann, ist da nichts weiter davon entfernt, oder näher zu ihm, egal was.

Keine Ahnung.

Ich

Freitag, August 8th, 2008

habe meine heutigen Beiträge wieder gelöscht, da ich im Grunde nichts mitzuteilen habe, und im Grunde auch niemandem helfen kann. Vielleicht später wieder.