Im Grunde

September 16th, 2008 by tobias

gibt es zur Zeit nicht viel zu erzählen. Ich habe mein Zimmer etwas umgebaut, eine Sitzgruppe um den Ofen, das ist für den herannahenden Winter gemütlicher. Zur Zeit krabbelt nachts etwas in meinem Bett herum, verschwindet dann aber gleich wieder, bemerke ich es. So wie es sich anfühlt ist es wohl die Eidechse, die letztens in mein Zimmer gerannt ist, und nicht mehr raus wollte. Die schleicht sich nachts unter die Bettdecke … ;-)

Am Donnerstag habe ich nun den neuen Termin in der Schweiz, und morgen werde ich mal die Wäsche bügeln und das Auto putzen. Ich habe sogar ein Bügeleisen, mal suchen, irgendwoher, ich hoffe es funktioniert (nie ausprobiert).

Zum Thema “Erwachen” habe ich zur Zeit auch nicht so viel neues zu sagen. Wir sind halt diese Leben und in derselben Weise auch nicht. Im Grunde ist es ja so vollkommen in Ordnung, wie es jeder für sich selbst erkennt und bewertet. Da gibt es nicht viel zu zu sagen.

Es ist eigentlich im Grunde schon so wie man es wahrnimmt, aber eben gibt es da “Feinheiten”.

Gestern hatte ich mal wieder ziemlich enthusiastisch über “Atma Vichara” diskutiert, und hat auch viel Spaß gemacht, aber wohl geht man einem Großteil der Leser damit eher auf den Nerv. Das ist auch o.k. so, denn dies zeigt mir immer wieder auch etwas. Dass man eben “Atma Vichara” wohl besser nur zur Sprache bringt, frägt nicht jemand danach. Es ist eigentlich nicht geeignet um damit hausieren zu gehen, auch wenn man selbst sieht, warum diese Schau auf sich selbst, “die Suche nach dem Selbst” funktioniert, und sogar erklären kann, warum. Das ist alles offensichtlich für mich im Moment, irgendwie glasklar. Es ist nicht spirituell, es ist nichts besonderes. Es ist im menschlichen Leben “wie ein Schatz”. Aber es ist nichts ohne die Sehnsucht nach “sich selbst”.

Da ist nicht einmal eine “dunkle Quelle”. Das was man als “dunkle Quelle” bezeichnet ist einfach, dass man das Gesamtwirken der Dualität nicht überschauen kann. Aber das ist natürlich, ist man als Mensch ja nur eine Perspektive auf die Gestalt der Realität. Und was sozial stattfindet, als Erforschung dieser Welt, ist einfach ein Versuch der Erweiterung dieser körperlichen menschlichen Perspektive. So wie es halt schon ist ;-) Das ist einfach die natürliche Begrenzung in der Dualität, in Hinsicht auf Vergangenheit, und in Hinsicht auf die Weite des Universums. Aber sie ist kein wirklicher Mangel.

Und das was man ist, unabhängig dieser Gestalt, “sieht” man immer. Da ist auch nichts mysteriöses daran. Es ist halt sehr einfach gestrickt, aber in seiner Potenzialität (Schöpfung) aus der menschlichen Perspektive unüberschaubar.

Man selbst ist der Urgrund der Universums, das in dem sich alles entfaltet. Wie ich früher einmal sagte “das was vor dem Urknall auch war”. Es ist das, in dem sich das Universum entfaltet, und das, das durch jeden Körper auf seine Entfaltung schaut. Es ist also auch diese Perspektive und der Körper, und alles andere, auch wenn es in der Dualität, in dieser Perspektive, sich als einem Gegenüber, einem Objekt seiner selbst, begegnet. So wie es halt schon ist.

Es ist eigentlich alles so wie es schon immer war, nur hat man etwas wie übersehen, das Subjekt des scheinbaren Subjekts, eben DAS. Ewig es.

Nun hab ich keine Ahnung, wie die Geschichte weitergehen wird. Ich werde sehen …

Ja, Fra,

September 13th, 2008 by tobias

da gebe ich dir mal Zuspruch. Was das ist, wodurch wir sind, wissen wir nicht. Aber wir sind nicht getrennt davon, das können wir sehen. Ich und mein Leben erscheinen in DAS, als “DAS in Gestalt”.

Es ist zwar beschreibbar als “wie ein Hauch”, aber dieser “Hauch” ist alles, was ich als Gestalt bin. Von daher trifft nichts, in Bezug auf “real” oder “Illusion” … und es ist auch nicht wichtig.

Man kann einfach diesem “Licht” nahe sein, durch das alles ist. Und das ist schön.

Ich las vor zwei Tagen eine nette Beschreibung über Atma Vichara von David Goldman, die ich demnächst hier einmal zitieren will. Denn sie umschreibt sehr schön, warum man es tun kann, und ab wann “es sich tut” …

es ist eher in dem Sinne, wie es Osho umschrieb: “Gehst du einen Schritt auf Gott zu, kommt dir Gott tausend Schritte entgegen …”

Dieser eine Schritt, und es ist nur ein einziger, ist “Atma Vichara”. Atma Vichara ist dieser eine Schritt, ohne einen weiteren, und das “verharren” darin … und im Tun dieses einen Schrittes nähert sich nach und nach “Gott”, Schritt für Schritt …

es ist so unsagbar wenig, was man selbst, als dieses Leben bei “Atma Vichara” tut, dieser Blick auf sich selbst, und so unsagbar viel, was dadurch geschieht, als “die tausend Schritte Gottes”.

Aber erst jetzt, wo mir diese Aussage Osho’s einfällt, begreife ich plötzlich, was er meinte, denke es zumindest.

Kurs

September 12th, 2008 by tobias

Demnächst gibt es hier einen, wer hätte das gedacht, neuen Kurs in “Atma Vichara”. Ich weiß, es ist wohl der hunderste. Heute hatte ich ein paar gute Ideen, aber schon wieder vergessen … ich kanns halt nicht lassen ;-)

Das Problem ist einfach, dass man Realität nicht beschreiben kann. Daher muss sie jeder selbst anschauen, und alles, was ich versuchen kann, ist dieses Interesse zu wecken. Und das ist eine Gratwanderung, zwischen “den Blick verstellen” durch Beschreibungen um Interesse zu wecken, und den “Blick öffnen”, indem man Hindernisse beseitigt, als Vorstellungen, die aus Beschreibungen hervorgehen.

Ein seltsames “Spiel”, denn man braucht die Beschreibung, um das “scheinbare zweite Wesen” anzusprechen, andererseits besteht es nur aus Beschreibungen, und nährt sich aus diesen.

  

Worauf deutet “Erwachen”?

September 7th, 2008 by tobias

Wenn in allen bedeutenderen Lehren über “Erwachen” die Aussage auftaucht: “Du bist schon erwacht.” oder “Jeder ist schon erwacht.” oder “Mit dem eigenen “Erwachen” erwachen alle anderen mit.” hat das einen guten Grund.

Denn es geht um dich selbst. Und du selbst bist immer hier, unverändert, als du selbst, in ständiger Veränderung, als dieses Leben. Und diese Hinweise beziehen sich auf dich selbst, wie du schon bist, unabhängig der Umstände und Veränderungen deines Lebens.

Aus der Perspektive des Lebens ist man selbst in ständiger Veränderung, und in dieser Perspektive erscheint auch dieser Hinweis, auf den “erwachten Zustand”, deine unveränderliche permanente eigene Natur, die über dieses Leben hinausgeht.

“Erwachen” ist also nicht etwas, was in diesem Leben erreicht wird, wie andere Dinge im Leben, sondern deutet auf etwas hin, was du schon bist, unabhängig aller Veränderungen die geschehen sind, sich vollziehen, oder geschehen werden.

Es ist auch nicht etwas, das dir erst bewusst werden muss, denn du weißt um dein Sein, und das ist das Wissen um dich selbst, der “erwachte Zustand”. Es ist also nicht etwas, was neu entdeckt werden muss, neu erreicht werden muss, nicht schon immer hier war.

Du bist hier (bei dir). Du warst hier, als du ein Kind warst. Du warst hier, als du älter wurdest. Du bist jetzt hier (schaue nach), wo du diese Zeilen liest. Du weißt es gibt dich. Nicht genau als was, aber dass es dich gibt.

Bei “Atma Vichara” wendet man die Aufmerksamkeit dieser Tatsache zu, nicht um sie zu verändern, nicht um in ihr etwas anderes zu entdecken, als sie schon ist. Man wendet sich einfach dieser Tatsache zu, die direkt hier ist “es gibt mich”. Nur durch dieses “es gibt mich” erscheint alles andere für dich, dieses Leben, und diese Welt, in der dieses Leben sich entfaltet. Alles was für dich erscheint, erscheint vor diesem dir gewissen Hintergrund “es gibt mich”, der aus sich selbst ist, den du nicht erst schaffen muss, der auch war, als du ein Kind warst.

“Atma Vichara” ist nichts anderes als die absichtliche, bewusste und aufmerksame Betrachtung dieses Hintergrundes, “es gibt mich”, oder “ich bin”. Man kann es auch als das Spüren dieses Hintergrundes des eigenen Lebens bezeichnen, oder als die eigene Zuwendung zu diesem Hintergrund, je nachdem mit welchem Begriff du persönlich mehr anfangen kannst.

Wenn du als Kind hier warst, hier warst, als du älter wurdest, jetzt hier bist, wenn du diese Zeilen liest, was ist dann realer? Die Veränderungen vor dem Hintergrund deines eigenen hier seins (dein Leben), oder die du selbst, der du immer hier warst, was auch als “mein Leben” geschehen ist?

“Atma Vichara” ist das bewusste vorsätzliche Spüren von mir selbst, ganz direkt, wie es schon immer war. Als diese aus sich selbst seiende permanenten, durch keine Erfahrung des Lebens veränderte eigene Präsenz “es gibt mich” oder “ich bin”, oder “es ist”. Es spielt keine Rolle, wie ich sie bezeichne, die eigene Präsenz, die immer hier ist. Jeder kennt sie, als gewohnte Erfahrung seiner selbst.

Und diese immer wiederkehrende Hinwendung, zu dieser eigenen immer hier seienden Präsenz lässt dich mit der Zeit erkennen “ich bin schon erwacht”. Denn der “erwachte Zustand” bist du selbst, wie du schon immer warst, unverändert, permanent … egal was sich als “meine Leben” in dir entfaltete.

Wenn ich dieses Leben nicht wirklicher bin, als mich selbst, wie kann es mich dann verletzen?

Millitanz und ein Seminar zu “Atma Vichara”

September 7th, 2008 by tobias

Ich werde in Hinsicht auf “Erwachen” einen neuen Weg einschlagen, den der Radikalität und Militanz. Tatsächlich befinden wir uns, in Hinsicht auf die soziale Idee Mensch, in einem Kriegszustand des Denkens, der sich im Kriegszustand der Menschheit artikuliert. Ich sehe kein Raum mehr, für mich, im Bereich der “Weichspülerei”.

(Edgar, falls das dir hier, im Rahmen deiner Domain, zu viel würde, lasse es mich wissen.)

Das, über was “Erwachen” spricht, in der Tradition dieses Wortes, was die menschliche Tradition ist, ist nichts anderes als “deine Realität zu sehen”. Dafür kann es sehr hilfreich sein einmal zwei Thematiken der Menschheit völlig zur Seite zu stellen, in denen dieser Begriff immer wieder auftaucht. Das ist zum einen “Esoterik” und zum andere “Spiritualität”. Sie vermitteln viele Ideen, über das, was “Erwachen” ist, die zwar sehr interessant sind, aber wenig hilfreich.

“Erwachen” geschieht durch die bewusste Betrachtung deiner eigenen gewohnten Realität (nicht Vorstellung!) zu sein. Diese Betrachtung, dieses direkte Spüren, der eigenen Realität, löst “Erwachen” aus. Sie ist nicht nur schon das, worüber in der menschlichen Tradition als “erwachter Zustand” gesprochen wird, DEINE EIGENE REALITÄT ZU SEIN, sie wird auch jede Vorstellung “wie sie zu sein hätte” vernichten, in ihrer Dominanz über jede menschliche Vorstellung, wendest du dich ihr zu. Es geht dabei um nicht weniger, als um deine persönliche Freiheit, emotionale Freiheit. Eine physische Freiheit (Leben) wirst du dadurch nicht erreichen, denn diese ist abhängig vom “sozialen Umfeld” und anderen Faktoren.

In Hinblick auf deine “empfundene persönliche Freiheit” hilft also “Erwachen”. In Hinblick auf die Umstände, in denen sich dein Leben entfaltet, nicht, oder in einer Weise, über die es an dieser Stelle irreführend wäre zu sprechen. Da hilft nur “soziales Erwachen”, was ein größeres Projekt ist, rein auf dieses Leben bezogen.

Das Spüren deiner Realität zu sein, bewusst, einfach nur das bewusste Spüren dieses “ich bin”, ich bin hier, ist bereits das Spüren des “erwachten Zustandes”. Dieses immer wiederkehrende Spüren wird aus sich heraus, jenseits jeder Erklärbarkeit, “Erwachen” auslösen, ohne dass sich diese direkte Selbsterfahrung verändert. Sie hat einfach eine “höhere Realität” als jede Vorstellung, die du über dich hast, und wird dich (sich selbst) über jede Vorstellung emanzipieren. Das ist das Wunder der Realität. Das ist die Einfachheit des Erwachen, die keine intellektuelle Anstrengung braucht.

Ich werde demnächst ein kleines Seminar dazu machen, im Rahmen eines geschlossenen Forums. Dieses Projekt “Radikalität des Erwachen”, wird etwas von meinem beruflichen Werdegang abhängen. Wer Interesse hat, kann sich bei mir melden. Es wird darin rein um Fragen und persönliche Probleme um “Atma Vichara” gehen, und ist längerfristig ausgelegt, nämlich es hilft bei dieser Methode nur die Praxis, sonst nichts. Diskussionen sind auch schön, aber Erwachen muss ihre Limitation sprengen, und das kann nur deine “gespürte Realität” selbst.

Interessierte können mir eine Nachricht senden, an shri.tobi@gmail.com … es ist völlig egal, was du dir davon versprichst. Erwachen wird dein Leben unbeschreiblich, jenseits jeder Regel, verändern.

Hass

September 7th, 2008 by tobias

Ich verspüre im Moment sehr großen Hass. Ich diskutiere ja viel in Foren, versuche dabei Menschen, die “Erwachen” suchen, zu Atma Vichara zu führen.

Aber immer wieder, wenn ich denke, es fruchtet, tauchen diese saublöden Sprüche auf: “Du kannst nichts tun” … “da ist niemand, der etwas tun kann”. Oh, wie ich euch hasse, so abgrundtief hasse, ihr blöden Aschlöcher!

Denn solange sich die Identität mit den Gedanken verbindet, verschmilzt, solange ist da jemand der etwas tun kann, in Hinsicht darauf sich selbst zu finden.

Dieser Hass ist gepaart mit Traurigkeit, denn diese blöden Sprüche perpetuieren Leid in derselben Weise, wie jede andere Überzeugung darüber, was ich bin.

Und ich empfinde Mitleid, mit den Menschen, die sich suchen, und die darüber wieder verwirrt werden. Atma Vichara braucht einfach Zeit. Selbst für so Überflieger wie Nisargadatta brauchte es drei Jahre.

Und dann fühle ich mich einfach in all den Foren fremd. Es ist so einfach, was man tun kann, einfach die Realität “zu sein” direkt zu spüren, in ihrer unveränderlichen Permanenz, als eigene direkte Erfahrung meines eigenen Hier-Seins. Und diese Betrachtung heilt.

Ich habe Erwachte noch nie so gehasst wie zurzeit. 70% sind Arschlöcher und Dummschwätzer. Sorry, wollte auch mal geschrieben werden, ihr Idioten, wenn hier schon niemand ist. Fuck it!!

warum “machen” das dann nicht mehr Menschen?

September 7th, 2008 by tobias

Eine gute Frage, der bezüglich mir heute (gestern) auch schon “Borniertheit” vorgeworfen wurde. Allerdings hatte ich heute kein Internet, die meiste Zeit, so dass ich nicht in der Diskussion bleiben konnte. Und im Moment auch keine Lust, sie im betreffende Forum wieder aufzugreifen.

Die Frage lässt sich im Prinzip (tendenziell) sehr einfach beantworten. Für die “Spirituellen” ist es zu einfach, und für die “Normalen” ist es zu unvorstellbar.  Sozial gesehen ist es einfach “neutral”. Je weiter es aus dem temporären sozialen Mainstream ist, desto exotischer ist es, scheinbar unerreichbar, in Form eines “warum machen es dann nicht mehr Menschen?”

Da ist dieses “aber du kannst nicht wollen es zu wollen”, das immer wieder in die Diskussion geworfen wird, in Hinblick auf eine “höhere Macht”.  Du kannst als Mensch alles “wollen” (siehe Werbung) wird es als soziales Ziel “gewollt”. Du kannst es in der Weise wollen, wie man ein Auto will, oder ein Konsumgut, oder ein anderes soziales “Glücksversprechen”. In genau denselben sozialen Mechanismen.

Allerdings gebe ich zu, dass ich weitgehend mit dieser Meinung alleine stehe, auf dem Satsang-Flur. Ich sehe das nämlich relativ nüchtern, im Rahmen dieses Lebens als Mensch. Du kannst es in der Weise wollen, wie eine Kloschüssel mir Lotos-Effekt gewollt werden kann, oder eine andere politisch-soziale Idee des Zusammenlebens.

Allerdings ist dies schwer vermittelbar in einem Umfeld der Marionetten des “du kannst nichts tun”, und des “da ist eh niemand, und des “das Leben gibt es eh nicht”. So gesehen ist Satsang in weiten Teilen zu einer Idiotenveranstaltung (sorry, nein keine sorry) mutiert, denn so lange sich Identität mit Gedanken verbindet, solange kann diese Einheit es tun, wie sie eine Currywurst kaufen gehen kann. Es ist so banal einfach, und so wenig esoherisch, und so wenig “mehr höhere Macht” als der Kauf einer Currywurst, im sozialen Rahmen gesehen.

Soziale Vorstellung wird durch Denken bestimmt. Ich-Vorstellung (Gestalt meiner Selbst) ist soziale Vorstellung. Kommt die Botschaft in den Mainstream der sozialen Vorstellung, und wird entsprechend kompetent vermittelt, ist sie so verfügbar wie eine Currywurst (was heißt hier im Dorf zwar nicht, aber sonst an jeder Ecke ;-) ).

Da ist überhaupt nichts esoterisches dran. Gar nix. Nur die ganzen Dummschwätzer machen daraus was esoterisches. Es ist aber einfach Realität. Und die soziale Realität gestalten wir Menschen durch das Denken. Und es ist dabei völlig wurscht, ob ich denke, oder Denken einfach geschieht. Denken ist einfach denken.

Die soziale Hypnose

September 6th, 2008 by tobias

Es ist eine Binsenweisheit, dass in derselben Weise, wie mein Körper aus einem anderen Körper hervorgegangen ist, sich gemäß der ererbten genetischen Anlagen entfaltet, auch meine Vorstellungen, darüber, was ich bin, ererbt sind. In einer anderen Weise. Es sind die sozialen Ideen und Vorstellungen der Gruppe in die ich geboren wurde. Diese können, je nachdem in welche Gruppe ich geboren wurde, sehr unterschiedlich aussehen. Vielleicht wäre ich Muslim, vielleicht Schamane, vielleicht Hindu, vielleicht Christ, vielleicht Kommunist, vielleicht, vielleicht … je nachdem, welche soziale Gruppe mich konditioniert hätte, als Mensch.

Diese Konditionierung verleiht mir eine Gestalt, eine Vorstellung darüber “was dieses Leben und diese Welt ist”. Man kann sich eigentlich nicht bildlich genug diese einfach Tatsache anschauen, die jeder kennt.

Diese “soziale Konditionierung”, die sich auf die “genetische Konditionierung” aufbaut, will ich nicht bewerten. Ich will sie nicht als “gut” oder “schlecht” bezeichnen, denn sie bietet gewaltige Vorteile im Umgang mit der Welt, aber auch eine Gefangenschaft, in weiten Teilen, in dieser sozialen Vorstellung. Und in diesem Aspekt wirkt sie wie eine Hypnose. Sie verleiht mir eine Gestalt, ein Idee “was ich bin”. Nicht eine gedankliche Idee, mehr noch eine emotionale Idee, eine emotionale Verflechtung mit meiner eigenen Identität.

Betrachtet man die heutigen Konflikte in der Welt, ist es einfach zu sehen, dass es diese emotionale Verflechtung der Vorstellungen mit “mir selbst” sind, diese gestaltete Identität, die alle Konflikte antreibt. Denn, sehe ich mich in meiner Gestalt bedroht (Identität), steht für mich etwas grundlegendes auf dem Spiel, nämlich “ich selbst”, in dieser Auseinandersetzung der Ideen. Natürlich gibt es noch andere Ebenen dieser Bedrohung, wie das “nackte Überleben” (Hunger, körperliche Bedrohung, etc.), aber ich möchte die Ausführung nicht zu komplex gestalten. Ich begrenze sie hier auf die “empfundene Gestalt meiner Identität”, die aus den sozialen Ideen meines Lebensumfeldes hervorgegangen ist.

Was in der menschlichen Geschichte als “Erwachen” bezeichnet wird, ist nichts anderes, als ein Erwachen aus dieser “sozialen Hypnose”. Ich betrachte mich selbst, um herauszufinden, was ich wirklich bin. In dieser Betrachtung fällt alles weg, was sich nur temporär mit der Identität ich verbindet. Denn das, was all diese Vorstellungen Identität verleiht, als “ich selbst”, bin ich.  In dieser Betrachtung erkenne ich mich als “unverändert durch Vorstellung”.

Und diese Wirklichkeit zu sehen, diese Wirklichkeit über mich selbst, bewirkt eine schrittweise Ablösung der emotionalen Überzeugung “ich sei durch Vorstellungen bedingt”.

Halte ich meine Aufmerksamkeit mit dem Erscheinen dieser Vorstellungen über mich, auf mich gerichtet, mich selbst, ich, erkenne ich die Permanenz meines Seins, unabhängig von den Vorstellungen “was ich wäre”. Denn tatsächlich ist die Quelle meiner Identität unabhängig von den sich mit ihr verbindenden Vorstellungen über “mich selbst”.

Diese bewusste Betrachtung beendet mit der Zeit diese “soziale Hypnose”. Ich bin ungebunden von sozialen den Vorstellungen seiend. Man könnte dies auch als Emanzipation meiner Identität (ich selbst) vor den sozialen Vorstellungen bezeichnen.

Der indische Topf

September 2nd, 2008 by tobias

Vorhin kamm mein Nachbar, und fragte ob ich diesen Topf will, den seine Schwester weggeworfen hatte. Ein großer verzinnter alter indischer Kochtopf, aus Kupfer, mit Zubehör. Wohl eine Art Gartopf … mit Decke, an einem Scharnier, Verschlus, sehr schöne Handarbeit …

Meine Erimitage

September 2nd, 2008 by tobias

Der Ort, an dem alle meine Texte entstehen …